Pressespiegel

Saisonfinale im Alvarium

Pressenotiz von Michael Käfer

Das Alvarium, also das Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue, hat sich im zweiten Jahr seines Bestehens zu einem wahren Besuchermagnet entwickelt. 40 Gruppen mit jeweils bis zu 30 Interessierten haben dort von den ehrenamtlich aktiven Imkern aus fünf Vereinen im Rems-Murr-Kreis einen Einblick in die faszinierende Welt der  Bienen erhalten. Zusätzlich fanden zwölf Sonntagstermine statt, an denen fachkundige Bienenhalter nicht nur die Fragen der Zahlreichen Besucher beantworteten, sondern auch Sonderaktionen anboten.

 

Honigschleudern, Bienenrätsel, Kerzen herstellen sowie Honigverkostungen fanden statt und natürlich war der Blick in eines der vier beim Alvarium aufgestellten Bienenvölker möglich.

 

Für alle, die diese kostenlose Möglichkeit bisher verpasst haben, bietet sich zum Ende des Bienenjahrs, am Sonntag, 31. August, von 13 bis 18 Uhr die letzte Gelegenheit des Jahres, sich über das drittwichtigste Nutztier zu informieren.

 

Mehrere Fachleute des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung geben an diesem Nachmittag gerne Auskunft über Bienen, ihre Produkte und ihre Bestäubungsleistung, aber auch über Möglichkeiten, den eigenen Garten für Insekten attraktiver zu machen. Dazu sind neben dem Alvarium zwei kleine Blumenwiesen angelegt  worden. In einem Schauvolk hinter Glaswänden lässt sich der Aufbau eines Bienenstaats beobachten. Schautafeln informieren über die Bedeutung der Bienen und ein Wildbienenstand zeigt, wie man mit einfachen Mitteln Wildbienen eine Behausung basteln kann.  Für junge Besucher steht natürlich wieder das Bienenrätselrad mit kleinen Preisen bereit. Das Alvarium befindet sich neben dem Minigolfplatz hinter dem Waiblinger Hallenbad. Eine Anmeldung ist für den kostenlosen Aktionstag nicht notwendig.


Honigschleudern im Alvarium am 27.Juli

Nachdem die Imker im Rems-Murr-Kreis den Frühjahrsblütenhonig bereits vor einigen Wochen aus ihren Bienenvölkern geerntet haben, steht jetzt das Schleudern des Sommerhonigs an. Das gilt natürlich auch für die vier Bienenvölker neben dem Alvarium, dem Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue. Die süße Aktion findet selbstverständlich öffentlich statt, denn die ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter des Alvariums wollen ja vor allem über Bienen und ihre Bedeutung informieren. Deshalb veranstalten die Mitglieder des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung am Sonntag, 27. Juli, von 13 bis 18 Uhr eine Honigernteaktion. Wie die Honigwaben aus den Bienenkästen entnommen werden, wie man die Wachsdeckel entfernt und wie der Honig anschließend ausgeschleudert wird, das alles können große und kleine Besucher hautnah erleben. Natürlich darf der frisch geschleuderte Honig auch probiert werden. Zusätzlich gibt es ein Bienenrätselrad und viel Wissenswertes rund um Bienen und Honig. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich


Tag der deutschen Imkerei am 6. Juli 2014

Pressenotiz von Michael Käfer

Unter dem Motto "Wir schwärmen für Bienen", haben sich drei Imkervereine aus dem Rems-Murr-Kreis ein umfangreiches Programm einfallen lassen. Anlässlich des bundesweit stattfindenden Tags der deutschen Imkerei wollen die Bienenfreunde aus Winnenden, Welzheim und Waiblingen einen interessanten Einblick in die Welt der Kerbtiere bieten. Der passende Ort dafür ist das Alvarium, also das Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue neben dem Hallenbad.

Dort finden am Sonntag, 6. Juli, von 13 bis 18 Uhr etliche Aktionen rund um die emsigen Nektarsammlerinnen statt. Die Mitglieder des Welzheimer Imkervereins zeigen, wie sich aus Bienenwachs duftende Kerzen herstellen lassen. Je nachdem, ob sie gewickelt, gezogen oder gegossen werden, entstehen unterschiedliche Formen und Muster. Ein Bienen-Rätselrad bauen die Imker aus Winnenden auf. Mit dessen Hilfe und der Unterstützung durch die Winnender Bienenexperten  können große und kleine Besucher ihren Wissensstand über das drittwichtigste Nutztier testen und kleine Preise gewinnen. Sportlich geht es beim Bezirksimkerverein Waiblingen und Umgebung zu. Dessen Mitglieder veranstalten ein Drohnenwettfliegen. Natürlich gibt es bei dem Aktionstag auch verschiedene Honigsorten zu probieren und zu kaufen.

Zahlreiche Imker stehen mit Informationen rund um Bienen, ihre Bedeutung und ihre Erzeugnisse zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch der Blick zwischen die Waben eines Bienenvolks möglich, denn am Alvarium sind vier Bienenkästen aufgebaut. Zusätzlich gibt es einen Schaukasten. Zwischen zwei Glasscheiben ist darin ein kleines Bienenvolk untergebracht, in dem auch Nichtimker problemlos die markierte Königin entdecken können. Ein Wildbienenhotel, zahlreiche Schautafeln sowie eine insektenfreundliche Bepflanzung des Geländes mit Anregungen für den eigenen Garten ergänzen das kostenlose Angebot.


Öffentliche Honigernte am 15. Juni 2014

Pressenotiz von Michael Käfer

Waiblingen. Einen ganz besonders leckeren Einblick in ein Bienenvolk können interessierte Besucher am Sonntag, 15. Juni, zwischen 13 und 18 Uhr gewinnen. Im Alvarium, dem Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue, steht die erste Honigernte des Jahres auf dem Programm. Bis zu zwei Kilogramm schwere Honigwaben entnehmen die Imker dabei aus den Bienenvölkern. Anschließend entfernen sie die Wachsdeckel von den Zellen. Aus der Honigschleuder fließt dann nach wenign Minuten das flüssige Gold durch Siebe in einen Eimer. Mitmachen ist dabei ausdrücklich erwünscht. Besonders für Kinder ist das Drehen an der Kurbel der Zentrifuge ein großer Spaß, zumal es hinterher zur Belohnung eine kleine Kostprobe gibt. Begleitet wird die Veranstaltung von Bienenzüchtern des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung e.V., die für alle Fragen rund um Bienen, deren Haltung und deren Produkte zur Verfügung stehen.
Zusätzlich zu den vier Bienenvölkern sind im Alvarium ein Wildbienenstand, ein Schauvolk hinter Glasscheiben und mehrere Informationstafeln aufgestellt. Eine insektenfreundliche Bepflanzung kann Ideen für die eigene Gartengestaltung liefern. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Hoher Besuch im Alvarium am 16.4.2014

Ein Kristallisationspunkt der Imkerei.

In der Waiblinger Talaue summt und brummt es wieder. Den Bienenvölkern im Bieneninformationshaus „Alvarium" tut der milde Frühling offensichtlich gut. Sie waren schon fleißig bei der Arbeit, als Landrat Johannes Fuchs zusammen mit Wolfgang Schultz vom Bezirksimkerverein Waiblingen einen Blick in ihre Bienenkästen warf.

Johannes Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Kreissparkasse Waiblingen, besuchte das Alvarium, um sich selbst davon zu überzeugen, wie rege die Bienen Nektar sammeln und Honig herstellen oder, wie er es selbst ausdrückte, „um nachzusehen ob die Bienen genau so fleißig sind wie ihre Imker". Schließlich sei es eine zusätzliche Herausforderung für die Ehrenamtlichen, die ökologische Bedeutung der Imkerei und der Bienen in die Bevölkerung zu tragen.

Und obwohl der Besuch von Johannes Fuchs an einem der kälteren Apriltage stattfand, verfielen die Bienen in Aktivität, als Wolfgang Schultz, der Vorsitzende des Bezirksimkervereins Waiblingen, für den Landrat die Bienenkästen öffnete und die ersten Honigwaben präsentierte.

Johannes Fuchs nannte das Alvarium einen „Kristallisationspunkt der Imkerei" und freute sich über den wachsenden Zuspruch für die Naturschutzinitiative. Die Unterstützung durch die Stiftung der Kreissparkasse Waiblingen falle hier auf fruchtbaren Boden. Die Stiftung der Kreissparkasse Waiblingen hat das „Alvarium", dessen Name übrigens aus dem Lateinischen stammt und auf deutsch „Bienenkorb" bedeutet, mit 37.000 Euro finanziert. Betreut wird es von den Bezirksimkervereinen Waiblingen und Umgebung, Winnenden, Backnang, Remstal und Welzheim.

Die Honigbienen haben es seit Jahren immer schwerer, viele Arten sind akut bedroht. Stiftung und Imker wollen deshalb über die Bedeutung des „Nutztiers" Biene und über deren Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt unserer Kulturlandschaft informieren und etwas von der „Faszination Biene" weitergeben. Bis August können Besucher an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 13 Uhr bis 18 Uhr mehr über Bienen und die Imkerei erfahren. Die Imker bieten auf Nachfrage außerdem individuelle Gruppenführungen an - für Schülergruppen sogar kostenlos. Anmeldungen sind unter imkerverein-waiblingen@t-online.de möglich.


Erster Honig aus dem "Alvarium"

Talaue-Bienen haben 40 Kilo produziert


Waiblingen.

Vor etwas mehr als sechs Monaten ist das Alvarium, das Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue, eröffnet worden. Seither haben die vier dort aufgestellten Bienenvölker fleißig Nektar gesammelt, daraus Honig produziert und nebenbei Millionen von Blüten in und um Waiblingen bestäubt. Inzwischen konnte Wolfgang Schultz, der Vorsitzende des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung, zusammen mit einigen Helfern den ersten Waiblinger Honig ernten. Rund 40 Kilogramm wurden in Ein-Pfund-Gläser abgefüllt und mit einem eigens kreierten Etikett versehen. Als Dank für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Waiblingen erhielt Oberbürgermeister Andreas Hesky ein Glas der süßen Spezialität als Geschenk überreicht. Im Alvarium haben sich schon in den ersten Monaten seines Bestehens Dutzende von Kindergärten, Schulen und andere Gruppen über Honigbienen und ihre Bedeutung informiert. Die zusätzlichen Veranstaltungen an den Wochenenden waren ebenfalls gut besucht. Auch im kommenden Jahr wollen die Imkervereine aus dem Rems-Murr-Kreis ihr kostenloses Informationsangebot beibehalten und erwarten eine stark steigende Nachfrage nach Gruppenführungen.


Warum der Mensch die Bienen braucht

Waiblingen

Andreas Kölbl, vom 31.08.2013

 

Mehr als Honig: Beim „Alvarium“ in der Talaue lernen Besucher Wissenswertes über die ökologische Bedeutung der Insekten

Eigentlich soll die Talaue ja von Bebauung frei bleiben, seit einigen Monaten wuselt es dort aber von Tausenden Neubürgern: Bienen, die in den Stöcken beim Alvarium, dem neuen Bieneninfostand, wohnen und arbeiten. Die Öffentlichkeitsoffensive der Bezirksimker stößt auf reges Interesse von Schulen und Spaziergängern.

Jahrgängler, Schulklassen, Landfrauen und Kindergartengruppen waren schon beim Alvarium nahe dem Hallenbad, um sich über die fleißigen Schaffer zu informieren. Die Gruppen kommen auf Anmeldung ins grüne Klassenzimmer, aber auch die wochenendliche Laufkundschaft zeigt sich stark interessiert. „Einfach super“, findet Imkervereins-Vorsitzender Wolfgang Schultz die Resonanz. Wer etwas Glück hat (oder eine Anmeldung), kann erleben, wie die Imker Honig schleudern. Neulich war eine Gruppe vom Kinderhaus Purzelbaum in Fellbach zu Gast: Natürlich kostete es manche der Kleinen große Überwindung, unter Obhut von Wolfgang Schultz ein Fingerchen in den Bienenstock zu stecken. Passiert ist dabei nichts, dafür wurden die mutigen Schleckermäuler mit einem köstlichen Tropfen Honig belohnt, wie er frischer nicht sein kann.

 

Gefahr durch Varroa und intensive Landwirtschaft

Nicht nur Kinder fasziniert der Blick ins Innere eines Bienenvolks – und Honig mögen die Erwachsenen mindestens genauso gern. Kein anderes Menschenvolk der Welt verzehrt pro Kopf so viel davon wie die Deutschen: Mehr als ein Kilo pro Jahr – und damit weit mehr als die einheimischen Imker ernten können. Weshalb etwa vier Fünftel des verkauften Honigs importiert wird, besonders aus Argentinien. Wolfgang Schultz empfiehlt, beim Kauf auf die Herkunft zu achten, denn wahrlich nicht überall auf der Erde geht Honigproduktion so naturnah, kleinbäuerlich und durch Hobbyimker vonstatten wie hierzulande.

Welche verheerenden Folgen die Massenproduktion in den USA nach sich zieht, führte 2012 der Dokumentarfilm „More than Honey“ einem größeren Publikum drastisch vor Augen. Agrarindustrielle Monokulturen, massiver Chemieeinsatz und naturwidrige Transporte von Bienenvölkern über Tausende Kilometer hinweg führen zu Krankheiten und letztlich zu einem Bienensterben mit unabsehbaren ökologischen Folgen. Ein Drittel aller menschlichen Nahrung weltweit wächst nach Bestäubung durch Bienen. Weil sie in manchen Provinzen Chinas ausgerottet sind, müssen Menschen Obstbäume von Hand bestäuben. Bienen werden durch Billiglöhner ersetzt.

Gefahr droht den Bienen aber nicht nur in den USA und China, sondern auch in Deutschland. Es gibt kein Volk mehr, das nicht von der Varroamilbe befallen ist – auch am Alvarium nicht. Um Chemierückstände im Honig zu vermeiden, bekämpfen Imker die Parasiten mit Ameisensäure. Wenn ein Imker nach so einer Behandlung keinen Ausfall registriert, sagt Schultz, dann ist das Volk keineswegs frei von Varroa, sondern die Therapie hat nicht angeschlagen. Auch die intensive Landwirtschaft bei uns macht den Bienen das Leben schwer. Wegen der zunehmenden Mais-Monokultur finden sie immer weniger Nahrung. Die Imker werben daher für Einsäen von Wildblumen auf Ackerrandstreifen und, mit Unterstützung der Universität Hohenheim, für den Anbau der bienenfreundlichen Energiepflanze Silphie, die direkt neben dem Alvarium wächst.


Stammtisch im neuen Alvarium

ZVW, vom 29.07.2013 

Waiblingen.

Erst vor drei Monaten weihte Landrat Johannes Fuchs das Alvarium, das Bieneninformationshaus in der Waiblinger Talaue, ein. Seither veranstalteten die Ehrenamtlichen des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung rund 20 Gruppenführungen. Hunderte von Besuchern dürften sich an den Schautafeln und durch einen Blick in das „gläserne“ Bienenvolk informiert haben. Sechs Remstäler Imkervereine haben zudem viele thematische Veranstaltungen am Wochenende gestaltet. Erstmals veranstaltet der Bezirksimkerverein Waiblingen und Umgebung seinen monatlichen Imkertreff im Alvarium. Mitglieder und Gäste können am Freitag, 9. August, von 19 Uhr an einen vertieften Einblick in das Alvarium, seinen Zweck und seine Ausstattung bekommen. Das Bieneninformationshaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des Waiblinger Hallenbads neben dem Minigolfplatz.


In der Talaue gibt es ein neues Bienenhaus mit vier Völkern, einem Wildbienenhotel und vielen Informationen.

Waiblingen

Michael Käfer

 5. Mai 2013

Alvarium heißt das neueste Bauwerk in der Waiblinger Talaue gleich bei der Minigolfanlage hinter dem Hallenbad. Das lateinische Wort bedeutet Bienenkorb, und genau um dessen nützliche Bewohner geht es in dem Bieneninformationshaus. Der von Wolfgang Schultz angeführte Bezirksimkerverein Waiblingen und Umgebung ist Eigentümer des Holzhauses und organisiert dort künftig mit fünf weiteren Remstäler Imkervereinen Veranstaltungen rund um Bienen und die Imkerei.

Insgesamt 37 000 Euro hat die Stiftung der Kreissparkasse Waiblingen für den Bau ausgegeben, und ihr Vorstandsvorsitzender Johannes Fuchs sieht das Geld gut angelegt. Bienen produzierten nicht nur ein wertvolles Lebensmittel, sondern trügen auch „zur biologischen Vielfalt ganz entscheidend bei“, sagt er. „In der Talaue wollen wir keine Bauten haben, die sie belasten, sondern die sie bereichern“, betont der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky. Letzteres sei bei dem „grünen Klassenzimmer“ der Fall. So gebe es bereits Anfragen von Schulklassen, die sich über Honigbienen informieren lassen wollen.

Für Wolfgang Schultz zählt bei diesem Projekt auch der Gemeinschaftsgedanke. „Den finanziellen Aufwand hätten die Imkervereine niemals leisten können. Was die Imker aber leisten können und leisten wollen, ist das ehrenamtliche Engagement, die Besucher zu betreuen.“ Dazu haben Wolfgang Schultz und seine Mithelfer neben der Ausrüstung für eine Schauimkerei auch vier Bienenvölker, zahlreiche Infotafeln und sogar ein Wildbienenhotel angeschafft. Vor dem Alvarium steht ein Schaukasten mit einem Bienenvolk hinter schützenden Glaswänden, und ringsum sollen bald Nektar spendende Blumen blühen.

Im 14-tägigen Turnus zeigen die sechs Imkervereine an den Wochenenden, wie Honig geschleudert wird, warum die flotten Immen so nützlich sind oder wie es im Inneren eines Bienenstocks aussieht. Zwar werden in der Talaue Jungimkerschulungen stattfinden, das Haus wird laut Schultz aber nicht als Vereinsheim genutzt.


„Alvarium“ im Rohbau fertig

 

ZVW, vom 05.04.2013

Künftig ein Zentrum für Fragen rund um Bienen und die Imkerei


Waiblingen.
Bei Eiseskälte wurde vergangene Woche das Bieneninformationshaus in der Talaue neben der Minigolfanlage aufgestellt.
Nun geht es an die Inneneinrichtung und die Ausstattung des Hauses, was von den Mitgliedern des Bezirksimkervereines Waiblingen und Umgebung durchgeführt wird. Bis zur Eröffnung steht noch viel Arbeit an, der Boden muss noch modelliert, ein Weg angelegt, das Insektenhotel und ein Bienenschaukasten sowie die Didaktik Tafeln aufgestellt werden. Die Bienen kommen erst ganz zum Schluss.

Ein Name für die Einrichtung wurde inzwischen auch schon gefunden: „Alvarium“, was so viel heißt wie „Bienenstock oder Bienenkorb“.

Eröffnet wird das „Alvarium“ im Rahmen des Aktionswochenendes Rems Total am 5. Mai um 10 Uhr durch Oberbürgermeister Andreas Hesky und Landrat Johannes Fuchs, in seiner Funktion als Vorsitzender der Sparkassenstiftung, die das „Alvarium“ mit 36 000 Euro finanziert hat.


Massen-Behausung in der Talaue

Andreas Kölbl, vom 20.02.2013

Die Sparkassen-Stiftung und Imkervereine bauen einen Bieneninfostand

 

Waiblingen.

Bagger reißen den Boden großflächig auf, ausgerechnet in der Talaue wird gebaut. Schon bald werden ganze Völkerscharen im Naherholungsgebiet wohnen und durch die idyllischen Wiesen schwirren. Doch keine Sorge: Die emsigen Bewohner des neuen Bieneninfostands werden die Ruhe der Spaziergänger nicht weiter stören.

 

Bienen werden unterschätzt. Nicht nur, dass sie den Honig liefern, der für manche unbedingt zum Frühstück gehört. Durch eifriges Bestäuben fördern sie die Artenvielfalt der Pflanzenwelt. Für den Remstäler Obstbau sähe es ohne die Mitarbeit der Bienen schlecht aus. Science-Fiction-Szenarien, in denen sich die Menschheit durch Ausrottung der Bienen auf Dauer die eigene Lebensgrundlage entzieht, mögen zugespitzt sein – ganz abwegig sind sie nicht. Deshalb wollen die Sparkassen-Stiftung und die sechs Imkervereine des Rems-Murr-Kreises jetzt PR machen für die Bienen. Dieser Tage erfolgte in der Waiblinger Talaue der Baggerbiss für einen Bieneninfostand, der beim „Rems total“-Wochenende am 5. Mai offiziell eröffnet wird.

Die Bezirksimkervereine Backnang, Murrhardt, Remstal, Winnenden, Waiblingen und Welzheim wollen den Lehrstand, eine Art Blockhütte mit immerhin 30 Quadratmetern Grundfläche, betreiben. Während des Bienenjahres von April bis August wollen sie an Wochenenden zu festen Zeiten die Besucher über verschiedenste Aspekte der Imkerei und der Bienenhaltung informieren. Nicht zuletzt mit praktischen Vorführungen wie eingetragenen Honig schleudern oder Jungvölker bilden. Vorträge sollen Fragen beantworten wie: Woher kommt der Wald- und Tannenhonig? Worauf ist beim Honigkauf zu achten? Warum gibt es so viele Honigsorten? Welche anderen Bienenprodukte gibt es? Nach Vereinbarung sollen auch an Wochentagen interessierte Gruppen empfangen werden. Für Spaziergänger gibt’s permanent etwas zu bestaunen: Vier Bienenvölker verbleiben das Jahr über vor Ort.

Wie Stiftungsreferent Dr. Timo John betont, geht’s nicht um Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für die Imkervereine, nicht um Vereinsförderung, sondern zuallererst um Öffentlichkeitsarbeit für das Nutztier und „Kulturgut“ Biene. Passend zum Schwerpunkt Natur und Umwelt, den sich die Stiftung in ihrem aktuellen Dreijahresplan verordnet hat. Dort sind für mittlerweile neun Initiativprojekte rund 360 000 Euro vorgesehen. Auf den Bienenstand in der Talaue entfallen 36 000. Zum 20-jährigen Bestehen vor vier Jahren wurde die Stiftung von einer reinen Antragsstiftung in eine operative Stiftung umgewandelt. Seither initiiert sie zwei Drittel der geförderten Projekte selbst, statt auf Anträge von Vereinen oder Schulen zu warten. Das soll der guten Sache zugutekommen, die Qualität heben.

Bienen leisten einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt der Kulturlandschaft im Rems-Murr-Kreis, sagt Timo John. Ihr Schutz sei daher eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Bedeutung der Honig- und Wildbiene werde aber immer öfter verkannt. Aufklärung tut not. Imkereivereinsvorsitzender Wolfgang Schultz beklagt, dass die Menschen Wespen und Bienen oft nicht mehr unterscheiden können. Die schwarz-gelb gestreifte Comic-Biene Maja prägt das Klischee, doch keine real existierende Biene sieht so aus. Überdies kursierten Halbwahrheiten über den Bienenschädling Nummer eins, die Varroa-Milbe.

Immer öfter müssen die Imker zufüttern

Intensivierte Landwirtschaft auch hierzulande bedroht die Bienen. Immer öfter und früher müssen Imker wie Wolfgang Schultz zufüttern, weil die Bienen angesichts der „Vermaisung“ der Äcker kaum noch Wildblüten vorfinden. Die Folge: Die Insekten ernähren sich eintönig. Es wird vermutet, dass dadurch ihr Immunsystem geschwächt wird und ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Varroa-Milbe sinkt. Die Bienenfans – auch Stiftungsreferent Timo John ist inzwischen unter die Hobbyimker gegangen – werben deshalb auch für grüne Ackerrandstreifen und für Versuche mit Mais-Alternativen wie der Biogaspflanze „Silphie“. Der aktuelle Dokumentarfilm „More than honey“, der die Agrarindustrie in den USA porträtiert, die Bienen zu krankheitsanfälligen Honigproduktionsmaschinen überzüchtet hat, habe jedoch mit den Gegebenheiten in der hiesigen Region wenig gemein. Hier überwiegen die Hobbyimker und kleine Berufsimker, eine Honigindustrie gibt es nicht, sagen Schultz und John übereinstimmend.


Imker planen Infostand

ZVW, vom 11.02.2013

Unweit des Hallenbades soll Bieneninformationsstand errichtet werden / 36 000 Euro

Waiblingen.

Ein Großprojekt war das beherrschende Thema bei der Mitgliederversammlung des Bezirksimkervereins Waiblingen und Umgebung am Freitagabend im Restaurant Staufer Kastell. Für rund 36 000 Euro, die von der Stiftung der Kreissparkasse Waiblingen zur Verfügung gestellt werden, entsteht in der Talaue unweit des Hallenbads ein Bieneninformationsstand.

Unter Federführung des Waiblinger Imkervereins wollen dort die Bienenzüchter aus dem Rems-Murr-Kreis eine breite Öffentlichkeit über die Bedeutung der Bienen für die Natur informieren. Dazu bieten die Bienenzüchter nach der Eröffnung am Sonntag, 5. Mai, eine ganze Reihe von kostenlosen Veranstaltungen an. Mehrere Bienenvölker, ein Schaukasten, Informationstafeln und imkerliche Gerätschaften bis hin zu Schleiern und einer Honigschleuder bieten die Möglichkeit, faszinierende Einblicke in die Welt der staatenbildenden Insekten zu erhalten.